You are here
Home > INNENSTADT > Was ist der digitale Hauptstrassenzug Neuss-City?!

Was ist der digitale Hauptstrassenzug Neuss-City?!

image
Podiumsdiskussion im Zeughaus Neuss – „Digitaler Hauptstrassenzug“

Arbeitstitel „Der digitale Hauptstrassenzug“ Das Stadtmarketing hat am 21.10.2014 zu einem Infoabend in das Zeughaus Neuss eingeladen.
Es sollte um die neuen digitalen Möglichkeiten für die Innenstadt Neuss-City gehen.
Was ist der digitale Hauptstrassenzug oder besser gefragt was soll er sein?!
Ein Abbild der realen Welt, ein digitale Kopie der Innenstadt von Neuss, wo fängt sie an, wo hört sie auf?

Wie real oder abstrakt ist die Umsetzung gemeint, solle es aussehen wie Sim4 oder GTA5 oder abstrakt grafisch?

Fest steht schon mal, das reine übertragen der jetzigen Situation in die virtuelle Welt kann nicht das Ziel sein.

Wo ist der Mehrwert eines digitalen Hautstrassenzuges?

Wenn die Städte nicht im Realen Angebote schaffen und inszenieren können, werden dann die neuen digitalen Parallelwelten zu einem Fluchtort?

Cyberspace-Arkadien  vs. Reale Stadt.

Eine Stadt riecht, ist laut und hektisch, alle diese Faktoren können im erhöhten Maße störend und stressig sein, sind aber auch die Eigenschaften, die Urbanität ausmachen. Ein virtueller Hauptstrassenzug wäre ein Ort ohne haptisches Erlebnis.

Der Mensch braucht die Reibung,

das Reale für das eigene physische Raumerlebnis!

Jetzt eine neue digitale Definition für ein virtuelles Raum- , besser gesagt Kauferlebnis zu finden, stellt sich schwierig dar.

Romantisierende Äußerungen des Vize – Bürgermeisters Herrn Nickel:

„Ich trinke gerne samstags meinen Espresso in der Neusser Innenstadt und bestelle mir meine Bücher im lokalen Buchhandel“

sind nett aber mehr auch nicht.
Sie zeigen aber gut das Problem auf.

Promenieren und flanieren am Samstag, das Sehen und Gesehenwerden ist wichtiger

als der eigentliche Akt des Einkaufens.

Das Erlebnis ist wichtiger als die reine Bedarfsdeckung.
Die Freizeitgesellschaft sucht das Entertainment!

Nicht zu vergessen, das Thema mit „always online“. Freies Wlan in den Innenstädten wäre wünschenswert, aber wer stellt es zu Verfügung?

Ein Vertreter aus dem Stadtrat (Piraten) war der Einzige, der anmerkte, es wären erst einmal die Hausaufgaben zur Infrastruktur und Stadtentwicklung zu bewältigen.

Also warum jetzt der Ruf nach dem Neuen, dem grossen Wurf, der neue Hauptstrassenzug 2.0 aber bitte in 3D und in HD.

Kann man nicht erstmal vorhandene Strukturen nutzen und dann, wenn man an Grenzen stößt, das nach und nach ausbauen. Es gibt doch schon viele etablierte web2.0 Angebote.

Was ist mit den Social Media Portalen wie FOURSQUARE oder YELP?!
Warum werden diese und viele andere Social Media Plattformen nicht besser genutzt?!

Warum hat die einzige Neusser Standortgemeinschaft ZIN nicht aktiv die Mitglieder dort eingestellt?

Erstaunlich ist, wir reden über den digitalen Haupstrassenzug auf dem Kommunikations – Niveau von vor 25 Jahren.

  • Wo ist das offene Wlan am 21.10.14 im Veranstaltungsort Zeughaus?!
  • Wo ist das einheitliche #Hashtag, wo die Twittwall?!
  • Warum wird nicht im Netz weiter disskutiert ?!

Wenn dann ein jüngerer Repräsentant aus dem Neusser Stadtrat sagt:“ Ich bin ein *Digital Native* „, dann weiß man nicht, ob man weinen oder lachen soll.

Wenn alte Herren fragen, wer hat kein Smartphone – und nur eine handvoll Besucher der Veranstaltung aufzeigen…dann hat man doch das Potenzial für eine nachhaltige, längere Diskussion verspielt.

Es entsteht keine Vernetzung – Wo wird jetzt weiter diskutiert?!
Warum wurde z.B. keine Facebookgruppe eingerichtet, auf der die Diskussion gesammelt und weitergeführt wird?

Vielleicht zeigt es auch das Grundproblem: es sind noch zu wenig Kunden / Bürger der Neusser Innenstadt aktiv online.

Eine Podiumsdiskussion mit nur zwei Zwischenfragenrunden kann so ein großes Themengebiet nur anreißen.

Politik, Neuss Marketing, IHK, REHDV und eine handvoll digitaler Dienstleister waren da, aber wo waren die ganzen Einzelhändler und Gastronomen bei der Veranstaltung?!
image

Die Einladung wurde nicht gut vorbereitet. Nur die Mitglieder der Standortgemeinschaft ZIN anzuschreiben und einen kurzen Eintrag auf der Neuss Marketing Webseite zu machen, reicht halt nicht.

Auch auf den Websites des REHDV und IHK waren im Vorfeld keine Hinweise zur Veranstaltung.

Ebenso nichts in der Tageszeitung NGZ! – Obwohl die NGZ in Person des Chefredakteurs Ludger Baten den Abend moderiert hatte. Aber warum hat die NGZ bei so einem spannenden Thema keinen Live – Blog eingerichtet ?!

Gibt man seinen Kunden seinen Flyer mit den Worten:“ Schauen sie doch auch mal auf unser Webseite…“, hört man in Neuss noch zu oft:

„Aah watt, ich hab‘ gar kein Internet.“

Schreibe einen Kommentar

Top

Social Widgets powered by AB-WebLog.com.